Gedichte

Idylle in Farben

 

das Meer kommt eilig kauend herein.
Die weiße Vielfalt an Zähnen!
Zugleich verdaut im rauen Rausch
der blaue Magen.
Erschöpft liegt das Aas, der
nasse Flutsand, von vorher,
von früher, vorm Wassermaul –
verquere Wellchen eilen
zueinander, murmeln
von den Neuigkeiten der Miesmuscheln,
von Reformen der Zeit im Krebsgang,
vom Vorbeiflug der Möwen,
luftiger Korrespondenten vom Festland des Felsens,
aufgetan in zwei Flügeln, mit Lautsprecherschnäbeln:
das Honorar wird in Fischen gestellt.

Das lose Gewässer am Ausgang des Meers,
wie es aufs Ufer seine leichte Schlacke zieht,
der Abfall der Mauer zum Strand:
ein Fernsehgerät, ein Bildschirm,
er zieht seine grau-weißen Fäden und rauscht, aber trotzdem:
ein Junge in roten Hosen springt und verschwindet
zur funkelnden Mattscheibe hin.

 

Konzert im Feber

ein stehender Wald von Männern,
die Garben:
Bögen staken links dort,
wo vorher die Töne
kurz
aufgeleuchtet haben